Corona zum Trotz – süße Pfannkuchen für eine närrische Zeit

Sie heißen anderswo Kräppel, Küchli, Krapfen, Bachenemais, Berliner oder Boules de I’Yser – sie sind lecker, nicht diätisch, und sie läuten die närrische Zeit zum 11.11. eines jeden Jahres ein. Sogar in Berlin.

Die Hauptstadt ist ja in vielerlei Hinsicht eine Hochburg, mit Ausnahme von Karneval oder Fasching. Manch Berlinerin oder Berliner meint, es herrsche hier sowieso immer irgendwie närrisches Treiben …

Wir jedenfalls haben zu Beginn der sogenannten fünften Jahreszeit eine süße Pfannkuchen-Spende für unsere Gäste, ihre Angehörigen und unsere Besucher erhalten. Dafür sind wir unserem Kooperationspartner procuratio mit Küchenchef Thomas Möhwald an der Spitze sehr dankbar. Dazu spendierte Hospizleiter Frank Armbrust unserem Team die leckeren Köstlichkeiten und so konnten wir – im Rahmen der Möglichkeiten und mit Abstand – gemeinsam die närrische Zeit eröffnen.

Es sind auch diese Gesten und Überraschungen, die unseren Beruf zum schönsten der Welt machen. Sie schaffen es für einen Augenblick, trotz der erneuten Anstiege der Corona-Zahlen und zunehmender Ungewissheit, die letztlich uns alle betrifft, ein Fenster aufzustoßen. Sie sind ein Lichtblick und ja, sie versüßen im besten Sinne unseren Alltag. Das passt auch ganz gut zur Geschichte des Heiligen Martin von Tours, der der Überlieferung nach seinen wärmenden Mantel mit einem Bettler geteilt hat. Wir haben diese Geschichte gehört und waren begeistert.

Teilen und Teilhabe stehen bei uns im Hospiz im Vordergrund. Wir verstehen uns auch und gerade in Corona-Zeiten als Lebens- und Lichtort und gelegentlich auch als freundliches Wohnzimmer mit angeschlossener Backstube. Wenn sich unsere Gäste zum Beispiel bei Kaffee und Kuchen an ihre Kinderzeit erinnern. Wenn süßer Duft vom Leben kündet. Egal, ob Karneval, Fasching oder eben ganz normales närrisches Treiben in Berlin.